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Die Sternwarte

SternwarteAuf einen aufgeschütteten Hügel im Bereich des Campus der Hochschule in Zweibrücken steht seit dem Jahre 2002 ein kleines, rundes Gebäude, bedeckt mit einer rundum drehbaren Kuppel mit einem Durchmesser von 4,57 m (15 feet).

Es ist die Volkssternwarte des Naturwissenschaftlichen Vereins zu Zweibrücken. Bereits in seinem Gründungsjahr 1999 beschloss die Mitglie- derversammlung des Vereins den Bau der Sternwarte.

Die Initiative der Vereinsgründung und des Baus der Sternwarte ging von Herrn Dr. Peter Pokrowsky aus, der als Professor an der Hochschule in Zweibrücken wirkt. Er war auch von Anfang an Vorsitzender des Vereins und wurde regelmäßig wiedergewählt.

Da er im Jahre 2017 in den Ruhestand gehen wird und dann Zweibrücken in Richtung seiner alten Heimat in Norddeutschland verlassen wird, verzichtete er, sich bei der Mitgliederversammlung am 15. Juni 2016 erneut für dieses Amt zu bewerben.

Von der Mitgliederversammlung wurde Wilhelm Mayer zu seinem Nachfolger gewählt. Herrn Dr. Pokrowsky wurde für seine Arbeit zum Aufbau des Vereins und seiner 17jährigen erfolgreichen Vereinsführung gedankt.

Teleskop 1


Herzstück der Sternwarte ist ein Teleskop der Bauart Schmidt-Cassegrain mit einem Spiegeldurchmesser von 35,6 cm (14 Zoll). Es ist unter dem Namen C 14 bekannt und wird von vielen Volkssternwarten verwendet. C steht für den amerikanischen Hersteller Celestron.


Bei dieser Bauart hat der Hauptspiegel im Zentrum eine Öffnung, an der der Okularauszug angebracht ist.

Teleskop 2Hier sehen Sie das obere Ende des Teleskops. die Öffnung ist durch eine korrigierende Glasplatte, die Schmidtplatte, verschlossen. In der Mitte der Glasplatte ist die Halterung für den Umlenkspiegel angebracht, der das vom Hauptspiegel reflektierte Licht zurückwirft in den Okuarauszug und ins Okular.

Diese Teleskopart garantiert farb- fehlerfreie Abbildungen, die bis zum Rand scharf sind. Schmidt-Casse- grain-Teleskope werden sehr gerne für astronomische Aufnahmen ver- wendet.

Die Schmidtplatte wurde in erster Linie für Astrokameras entwickelt.

Der Umlenkspiegel ist konvex gewölbt und sorgt mit für eine Brennweite von 391 cm. Das Öffnungsverhältnis beträgt somit 1 : 11 (entspricht der Blende 11 beim Fotoapparat).

Mit unseren Okularen erreichen wir Vergrößerungen von 98 bis 391fach. Meist vergrößern wir allerdings nicht wesentlich über 200, da die Atmosphäre auch noch eine Rolle bei der Bildqualität spielt. Auf jeden Fall zeigen der Mond und die Planeten zahlreiche Details; Für Sternhaufen, Gasnebel und Galaxien ist die geringste Vergrößerung fast schon zu hoch.


Ein wichtiges Utensil beim Teleskop sind die Okulare. Die meist verwendeten Okulare bewahren wir in einem Koffer auf.

OkulareSie erlauben folgende Vergrößerungen

40 mm     98
36 mm   109
31 mm   126
24 mm   163
21 mm   186
17 mm   230
13 mm   301
10 mm   391

Die Vergrößerungsangaben sind auf- bzw. abgerundet. Mit einem 6-mm-Okular könnten wir eine Vergrößerung von 652fach erzielen, aber die irdische Atmosphäre spielt in den meisten Fällen nicht mit.

Aber auch schon bei 230facher Vergrößerung sehen wir auf dem Mond und den Planeten feinste Details. Nur bei hervorragender Sicht kommen das 13- und das 10mm-Okular zum Einsatz.




SonnenfilterFür Sonnenbeobachtungen decken wir die Teleskopöffnung mit einem Sonnenfilter ab. Die weiße Fläche ist das Trägermaterial für den Filter. Der Filter selbst erscheint auf dem Foto schwarz. Mit 15 cm Durchmesser ist er deutlich kleiner als die Teleskopöffnung, was für die Sonnenbeobachtung aber nicht nachteilig ist. Für das Auflösungsvermögen eines Teleskops ist vor allem die Öffnung verantwortlich, aber auch die irdische Atmosphäre. Und die lässt in der Zeit, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, nur geringe Auflösungen zu (um die 3 Bogensekunden). 

Der Filter lässt nur noch ein Hunderttausendstel des Sonnenlichts durch, das dann für unser Auge völlig unschädlich ist, aber die Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche sehr gut erkennen lässt.

Von dem Gebrauch von Okularsonnenfilter, wie sie als Zugabe zu kleineren, billigen Teleskopen geliefert werden, raten wir dringend ab. Das Innere des Teleskops wird durch das einfallende Sonnenlicht so stark aufgeheizt, dass der Filter platzen kann. Schwerste Schäden am betroffenen Auge, bis hin zu dauerndem Sehverlust, sind die Folgen davon.


solarmaxFür Sonnenbeobachtungen verwenden wir auch noch ein weiteres Teleskop, gegenüber dem C 14 ein Winzling. Es ist der SolarMax von Coronado, ein speziell für die Beobachtung der Sonne hergestelltes Teleskop. Es hat eine Öffnung von 4 cm und eine Brennweite von 40 cm. Fest eingebaut ist ein H-Alpha-Filter, der nur Licht in einem schmalen Wellenbereich durchlässt. Die Sonne erscheint in rotem Licht, am Sonnenrand sind Materieauswürfe der Sonne (Protuberanzen) zu sehen.

Mit dem dazugehörigen Okular (25 mm) ist eine Vergrößerung von 16fach möglich, nicht gerade viel, aber genug, um die Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche zu sehen. Wir können auch noch andere Okulare verwenden und so eine Vergrößerung bis zu 40fach erreichen.