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Ausrüstung

Teleskop1Herzstück unserer Sternwarte ist dieses Teleskop, ein Spiegelteleskop der Bauart Schmidt-Cassegrain mit einem Spiegeldurchmesser von 35,6 cm (14 Zoll) und einer Brennweite von 3910 mm. Hersteller ist die amerikanische Firma Celestron. Es ist weithin unter der Bezeichnung C 14 bekannt.

teleskop von vorneAuf dem rechten Foto sehen Sie das Teleskop von vorne. Die Öffnung ist von einer sogenannten Schmidtplatte abgedeckt, die von einem Optiker, Bernhard Schmidt, an der Hamburger Sternwarte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt worden ist.

Spiegelteleskope haben gemeinhin einen Abbildungs- fehler, der vor allem bei Abbildung der Bildränder unscharfe Bilder und Verzeichnungen zeigt. Für die Astrofotografie sind sie nur bedingt brauchbar.

Mit der Schmidt-Platte werden die Abbildungsfehler des Spiegels korrigiert, so dass das Bild bis an die Bildränder scharf und verzeichnungsfrei ist.  Das Konstruktions- prinzip wurde zunächst für Astrokameras verwendet, die auch als Schmidt-Kamera bezeichnet werden. Celestron hat dieses System erstmals auch für "normale" Teleskope angewendet,die sich auch hervorragend zum Fotografieren eigenen.


In die Schmidtplatte eingelassen ist der Umlenkspiegel, der konvex geform ist und damit auch zur langen Brennweite dieser Instrumente beiträgt.



okularDieses Foto zeigt die Rückseite des Teleskops. Der Hauptspiegel ist durchbohrt, die Öffnung dient der Aufnahme des Okulars. Zwischen Spiegel und Okular ist ein Zenitprisma eingefügt, das die Betrachtung von hochstehenden Objekten sehr erleichtert. Der Knopf oberhalb der Okularaufnahmeöffnung ist drehbar. Mit ihm kann der Spiegel vor- und zurückgestellt und somit die Abbildungsschärfe geändert werden.

Für besonders feine Abstimmung können auch die Räder am Okularstutzen benutzt werden.


OkulareDie Vergrößerung ist abhängig von den verwendeten Okularen. Wir nutzen Okulare mit einer Brennweite von

            Vergrößerung


40 mm           98
36 mm         109
31 mm         126
24 mm         163
21 mm         186
17 mm         230
13 mm         301
10 mm         391

Die Vergrößerungsangaben sind auf- bzw. abgerundet. Mit einem 6-mm-Okular könnten wir eine Vergrößerung von 652fach erzielen, aber die irdische Atmosphäre spielt in den meisten Fällen nicht mit.

Aber auch schon bei 230facher Vergrößerung sehen wir auf dem Mond und den Planeten feinste Details. Nur bei hervorragender Sicht kommen das 13- und das 10mm-Okular zum Einsatz.



sonnenfilterFür Sonnenbeobachtungen decken wir die Teleskopöffnung mit einem Sonnenfilter ab. Die weiße Fläche ist das Trägermaterial für den Filter. Der Filter selbst erscheint auf dem Foto schwarz. Mit 15 cm Durchmesser ist er deutlich kleiner als die Teleskopöffnung, was für die Sonnenbeobachtung aber nicht nachteilig ist. Für das Auflösungsvermögen eines Teleskops ist vor allem die Öffnung verantwortlich, aber auch die irdische Atmosphäre. Und die lässt in der Zeit, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, nur geringe Auflösungen zu (um die 3 Bogensekunden). 

Der Filter lässt nur noch ein Hunderttausendstel des Sonnenlichts durch, das dann für unser Auge völlig unschädlich ist, aber die Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche sehr gut erkennen lässt.

Von dem Gebrauch von Okularsonnenfilter, wie sie als Zugabe zu kleineren, billigen Teleskopen geliefert werden, raten wir dringend ab. Das Innere des Teleskops wird durch das einfallende Sonnenlicht so stark aufgeheizt, dass der Filter platzen kann. Schwerste Schäden am betroffenen Auge, bis hin zu dauerndem Sehverlust, sind die Folgen davon.
SolarmaxFür Sonnenbeobachtungen verwenden wir auch noch ein weiteres Teleskop, gegenüber dem C 14 ein Winzling. Es ist der SolarMax von Coronado, ein speziell für die Beobachtung der Sonne hergestelltes Teleskop. Es hat eine Öffnung von 4 cm und eine Brennweite von 40 cm. Fest eingebaut ist ein H-Alpha-Filter, der nur Licht in einem schmalen Wellenbereich durchlässt. Die Sonne erscheint in rotem Licht, am Sonnenrand sind Materieauswürfe der Sonne (Protuberanzen) zu sehen.

Mit dem dazugehörigen Okular (25 mm) ist eine Vergrößerung von 16fach möglich, nicht gerade viel, aber genug, um die Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche zu sehen. Wir können auch noch andere Okulare verwenden und so eine Vergrößerung bis zu 40fach erreichen.
sonne von sohoDie Sonne sieht in dem Coronado SolarMax in etwa so aus, wie auf dem linken Bild. Man kann wunderschön die vom Sonnenrand aufsteigenden Protuberanzen erkennen.

Das Bild ist von dem NASA-Satelliten SOHO übernommen und wird ständig erneuert.

Gelegentliche Bildstörungen sind leider nicht zu vermeiden.


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Wir sind zur Zeit dabei, unseren Teleskop"fuhrpark" zu erweitern und werden demnächst auch mit mobilen Teleskopen an geeigneten Standorten in den Umlandgemeinden von Zweibrücken beobachten können.